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CV / Artist Statenment

Über die Künstlerin:

Olivia Kaufmann (*1964 in Wolfenbüttel, DE) lebt und arbeitet in Lychen, einem Ort in der Uckermark an der Grenze zu Mecklenburg Vorpommern. Von 1986 bis 1992 studierte sie bei Professor Tillman Gasch an der Kunstschule Westend, heute Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design FAKD, Academy of Visual Arts, Frankfurt am Main. Sie hat einen Abschluss als Diplom-Grafikdesignerin mit dem Schwerpunkt Druckgrafik.

Seit 2023 ist sie mit Ausstellungen im In- und Ausland u.a. in Polen, Italien, Ungarn und Finland vertreten, mit dem Schwerpunkt Textil und experimenteller Druckgrafik. Ihre Werke befinden sich in privaten Sammlungen im In- und Ausland und öffentlichen Sammlungen, wie der Kunstsammlung Neubrandenburg.

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Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie 2026 durch die Auszeichnung mit dem Distinction Award auf der 13th International Biennial of Artistic Linen Textiles in Krosno (PL), dem Design Award der internationalen Textilausstellung Trame a Corte in 2025 (IT), dem Women United Art Preis 2023, section Collage & Fiber Arts (USA), sowie durch die besondere Erwähnung ihrer Arbeit auf der weltweit renommierten International Triennial of Textile Arts 2024 in Szombathély (HU). In 2023 war sie nominiert für den Altonale Kunstpreis in Hamburg (DE) und erhielt eine Honorable Mention ‘Abstract Landscapes‘ der Galerie Biesenbach, Köln (DE).

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Kontakt:

e-mail: oliviakaufmann@gmx.de

Instagram: oliviakaufmann_studio

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Über die Arbeit:

​Mich interessiert das Übersehene, das Unauffällige, Leerstellen, die liminalen Räume. Das Beobachten von Transformation und Transition ist eng damit verbunden, aber auch ein Hinterfragen der eigenen Person. 

Ich arbeite häufig mit fotografischen Notizen, die ich mit meinem Handy aufnehme, während ich mich in der Natur oder der Stadt bewege. Ich entwerfe aber niemals Skizzen für meine Kompositionen, sondern erarbeite das Bild intuitiv. Ich greife dabei auf diese Notizen und mein Bildgedächtnis zurück und nutze alle Eindrücke, die auf mich einwirken.
Wenn ich an einem neuen Stück arbeite, lasse ich mich bewusst auf die Eigenheiten meiner Materialien ein. Beim Drucken mit einer algenbasierten Druckpaste entstehen zufällige Spuren und unvorhersehbare Effekte, die ich als Teil des Gestaltungsprozesses begreife. Nähen, Sticken oder Tufting ermöglichen mir, Materialschichten zu verbinden und somit Zeit, Transition und Inanspruchnahme sichtbar werden zu lassen. In der Kombination mit Farbschüttungen, Textilcollagen und Transfertechniken fügen sich die Elemente mit der Zeit zu einer geschlossenen Darstellung zusammen. Bei mir bestimmt der Anfang immer den nächsten Schritt und so sind Technik und Bedeutung in meinen Arbeiten oft miteinander verknüpft. Durch Überlagerungen, Verbindungen und Veränderungen entstehen Bilder in denen Erinnerung, Material und Beobachtung sich still versammeln. Dabei bleiben sie oft abstrakt, wirken aber gleichzeitig seltsam vertraut. Das Arbeiten mit Stoff ist für mich eine Möglichkeit, mich damit auseinanderzusetzen, wie wir die Welt wahrnehmen und wie wir uns in ihr verorten. 

Meine Werke verstehe ich als Beobachtungen und Fragestellungen, nicht als Antworten. Im langsamen, aufmerksamen Umgang mit dem Material finde ich einen Weg, Ungewissheit als Chance zu begreifen, Veränderungen zuzulassen und neue Bedeutungen als positive Möglichkeiten zu verstehen. Mein künstlerischer Prozess ist ein Ausdruck der Hoffnung.

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